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Pseudotropheus socolofi

Pseudotropheus Socolfi

Pseudotropheus Socolfi

Anfang des der 1970er Jahre wurde der Pseudotropheus Socolofi zum ersten Mal entdeckt. Er gehört zur Familie der Mbuna Cichliden und lebt im ostafrikanischen Malawisee.
Sein Lebensraum besteht aus sandigen, felsigen Untergründen in Ufernähe der Ostküste Mossambiques.

Durch seine eisblaue Färbung und die schwarzen Flossenränder, gehört er zu einem der schönsten Malawi Buntbarsche.

Weibliche Pseudotropheus Socolofi erreichen eine Gesamtlänge von bis zu 10 cm. Die Männchen können bis zu 12 cm lang werden.
Unterscheiden kann man Männchen und Weibchen außerdem durch die bis zu drei, safrangelben, Eiflecken auf der Afterflosse und die längeren Bauchflossen des Männchens.

Zucht des Pseudotropheus Socolfi

Wie fast alle Malawi Buntbarsche ist auch der Pseudotropheus socolofi ein Maulbrüter. Während der Paarung legt das Weibchen ca. 20 bis 50 Eier, die es nach der Befruchtung direkt in seinem Maul aufnimmt. Nach 21 Tagen werden die Jungfische, voll entwickelt aus dem Maul des Weibchens entlassen und nicht wieder aufgenommen. Zu diesem Zeitpunkt haben sie schon die komplette, schöne Färbung ihrer Eltern angenommen.
Außerhalb der Paarungszeit gibt es zwischen Männchen und Weibchen keine Paarbildung.

Haltung des Pseudotropheus Socolofi

Will man diese Malawi Buntbarsche in einem Aquarium halten, sollte man eine Mindestgröße von 350 Litern unbedingt einhalten. Auch wenn diese Barsche im Gegensatz zu anderen Arten relativ friedlich gegenüber ihren Artgenossen sind, bilden sie dennoch ihre eigenen Reviere und benötigen dafür ausreichend Platz. Außerdem sollten gut befestigte Seinaufbauten zur Verfügung gestellt und der Bodengrund mit Sand aufgeschüttet werden. Hierbei ist allerdings Vorsicht geboten, Malawi Buntbarsche graben gerne und können die Aufbauten schnell zum Einsturz bringen!
Möchte man Pflanzen mit ins Aquarium integrieren sollte man sich auf sehr robuste Pflanzen wie zum Beispiel Anuba-Arten, Bolbitis heudelodi (Kongo-Wasserfarn), Pistice stratiotes (Muschelblume) oder Microsorium pteropus (Javafarn) beschränken, da die Malawi Barsche die anderen Pflanzen gerne mal anfressen.
Der Pseudotropheus Socolofi hält sich normalerweise im unteren bis mittleren Beckenbereich des Aquariums auf.
Die ideale Wassertemperatur liegt zwischen 24 und 26 °C, der ph-Wert sollte 7,5 bis 8,5 betragen und die Gesamthärte muss zwischen 5 bis 19 °dGH liegen.
Für ein Gesellschaftsbecken ist der socolofi, durch seine relativ friedliche Art sehr gut geeignet. Man sollte immer ein Männchen mit mehreren Weibchen zusammen halten.

Ernährung des Pseudotropheus Socolofi

Sie ernähren sich in freier Wildbahn von Plankton und Aufwuchsfressern. Im Aquarium kann man spirulinahaltiges Granulat oder Flockenfutter geben. Auch Frostfutterarten wie Mückenlarven oder Artemia sind sehr gut geeignet.

Barsche benötigen Wasserwechsel

Da selbst die beste Filteranlage nicht alle Schadstoffe im Aquariumwasser entfernen kann ist ein regelmäßiger Wasserwechsel für unsere Pseudotropheus Barsche unabdingbar. Im Zeitraum von zwei bis drei Wochen wechsle ich regelmäßig zwischen 25 und 30 Prozent des Aquarienwassers. Da die Barsche während des Wasserwechsels sowieso sehr stark gestresst sind verbinde ich dies immer gleich mit einer Putzaktion im Becken.

Als erstes stelle ich mir meine Armee von Eimern in die Nähe des Beckens. Sollten sich Algenablagerungen an den Scheiben des Aquariums entferne ich diese vorsichtig mit einer scharfen Klinge. Die jetzt im Wasser schwebenden Algen werden so zum großen Teil mit dem zum entfernenden Wasser mit aus dem Aquarium gespült.

Jetzt geht es an das Wasser ablassen. Hierzu verwende ich einen Schlauch mit Mulmglocke. Mit der Mulmglocke sauge ich den Bodengrund ab und mit dem angeschlossenen Schlauch leite ich das schmutzige Wasser in die bereit gestellten Eimer vor dem Aquarium. Am besten eignet sich eine Mulmglocke mit Autostart, damit ich das schmutzige Aquarienwasser am Schlauch nicht mit dem Mund ansaugen muss (Das hab ich früher gemacht und ich kann Euch sagen es ist eklig). Bis ich meine Menge an Wasser zusammen habe ist auch der ganze Bodengrund abgesaugt und abgestorbene Pflanzenteile sowie die Ausscheidungsreste der Barsche  mit dem Wasser entsorgt. Den Aquariumfilter reinigen sollte nach ca. jedem dritten Wasserwechsel erfolgen. Spätestens aber wenn die Durchflussmenge merklich abnimmt. Aber auch nicht am Tag des Wasserwechsels sondern warte hierzu noch zwei bis drei Tage ab bis sich die Bakterienkultur im Aquarium wieder stabilisiert hat. Das alte Aquarienwasser eignet sich vorzüglich zum Blumen gießen, deshalb sammle ich es im Garten in einer Tonne. Im alten Aquariumwasser sind viele Nähr- und Düngstoffe für meine Pflanzen enthalten. Seit ich mit dem Aquarienwasser meiner Barsche gieße gedeihen meine Pflanzen ohne Ende.

Nachdem nun das schmutzige Aquarienwasser entfertn ist muss das Becken ja auch wieder aufgefüllt werden. Zum Glück sind die Wasserwerte meines Leitungswassers für die Pseudotropheus Barsche ideal. Die Temperatur des frischen Wassers sollte sich nicht mehr als 2-3 Grad von der Temperatur des Aquariums unterscheiden, da sonst die Fische Schaden nehmen können. Um Schadstoffe, wie Schwermetalle, Chlor etc zu binden kommt in das frische Wasser ein Wasseraufbereitungsmittel. Ebenso befinden sich im Wasseraufbereitungsmittel lebensnotwendige Stoffe wie Jod und Magnesium, welche im Leitungswasser doch nicht in der gewünschten Art anzutreffen sind.

Nach einiger Zeit Übung schaffe ich einen normalen Wasserwechsel in ca 30 Minuten. Dafür habe ich gesunde und zufriedene Barsche in meinem Becken. Einen weiteren Vorteil hat der Wasserwechsel auch noch. Nach einem Wasserwechsel fangen die Pseudotropheus Barsche sehr oft mit der Balz an und ich kann mich wieder am Nachwuchs erfreuen.

Ideale Beckeneinrichtung für Barsche

Der Pseudotropheus
Pseudotropheus Barsche, auch Malawi oder Buntbarsche, leben in freier Natur ausschließlich im afrikanischen Malawisee, wo sie sich in Nähe der Ufer zwischen Felsen aufhalten und von verschiedenen Mikroorganismen und Algen ernähren. Man kennt heute noch siebzehn von ehemals fünfzig Arten des Pseudotropheus, welche Längen von sechs bis zu siebzehn Zentimetern erreichen.
Pseudotropheus Barsche sind Maulbrüter und ausschließlich die weiblichen Tiere kümmern sich um die Brutpflege.

Aquarienhaltung
Es empfiehlt sich, aufgrund der aggressiven Haltung der Männchen, ein ausreichend großes Aquarium zur Verfügung zu stellen, in welchem sich zudem keine artfremden Fische befinden, sodass die Männchen in der Lage sind, ihre Reviere zu bilden und auch zu verteidigen. (Dies ist natürlich hinfällig, wenn lediglich ein einziges Männchen eingesetzt ist.)
Da diese Tiere sehr gerne graben, sollte der Boden des Aquariums mit einer mindestens zwei bis drei Zentimeter dicken Kiesschicht ausgestattet sein. Unbedingt notwendig sind zudem verschiedene kalkhaltige Steine, zwischen welchen sich die Barsche verstecken können. Aus eigener Erfahrung weiß ich, das auch die größten Steinaufbauten untergraben werden. Am besten setzt man die eingesetzten Steine bis auf den Aquarienboden damit sie beim untergraben nicht umkippen.
Zur weiteren Ausstattung eines Beckens sollten eine naturgetreue spezielle Beleuchtung gehören sowie eine starke Umwälzpumpe, welche eine natürliche Strömung simuliert. Selbstverständlich dürfen auch stabile Wasserpflanzen, wie Valisnerien,  die nicht so leicht als Nahrung verwendet werden können bei der Einrichtung des Beckens nicht fehlen.
Die Fütterung betreffend, sollte man sich von einem Fachmann beraten lassen, da manche Arten des Pseudotropheus aufgrund zu geringer Gaben von Ballaststoffen und Proteinen, zu Darmerkrankungen neigen, an welchen sie sogar verenden können. Bei mir bekommen die Barsche zwei mal die Woche Frostfutter, welches Daphnien, Krill und Artemia enthält.

Wasserwerte
Für den Pseudotropheus ist ein PH-Wert von 8,0 bis 8,5, bei einer Karbonathärte von 6,0 bis 8,0 ideal, wobei die Temperatur des Wassers zwischen 24 und 26 Grad Celsius betragen sollte.
Regelmäßiges Wechseln des Wassers sollte dabei eine Selbstverständlichkeit sein.

 

 

Pseudotropheus richtig Füttern

Da es unter den Pseudotropheus-Arten sowohl Fleischfresser als auch reine Vegetarier gibt, sollte man die beiden Barscharten nicht Vergesellschaften, soweit dies möglich ist. Andernfalls kann es vorkommen, das die vegetarischen Barsche fleischliche Kost aufnehmen und in der Folge schneller erkranken können.
Man unterscheidet karnivore (fleischfressende), herbivore (pflanzenfressende), limnivore (aufwuchsfressende) und omnivore (allesfressende)Pseudotropheus. Als Lebendfutter für die karnivoren Barsche eignen sich kleine Fische (für die Raubfische unter den Pseudotropheus) sowie Wasserflöhe, Cyclops, Artemia und Mückenlarven. Bei letzteren ist zu beachten das die roten Mückenlarven eher in belasteten Gewässern vorkommen und somit als Futtermittel vermieden werden sollten wenn sie selbst gefangen wurden. Auch können sie bei Mbunas Darmerkrankungen auslösen. Das genannte Futter kann auch als Tiefkühlkost das ganze Jahr über gefüttert werden. Herbivore Pseudotropheus bevorzugen ausschließlich pflanzliche Kost, frisches Gemüse wird oftmals gerne genommen. Die Zufütterung von Spirulina kann die Proteinversorgung der Barsche decken. Limnivore Barsche ernähren sich von Algen und den darin lebenden Kleintieren (Aufwuchs). In erster Linie jedoch von den Algen. Im Sinne dieser Fische ist also auf eine Beseitigung aller Algen zu verzichten. Die Fische sammeln das Material von dem Substrat ab um es zu sich zu nehmen. Omnivore Pseudotropheus sind als Allesfresser Futtertechnisch gesehen deutlich leichter und abwechslungsreicher zu Ernähren. Industrielles Futter in Form von Pellets, Flocken und Crisps decken zumeist den optimalen Bedarf an Proteinen, Fetten, Ballast- und Mineralstoffen, sowie Vitaminen ab. Besonders wichtig für den Aquarianer ist es also das Fressverhalten seiner Fische zu kennen um ihnen gerecht zu werden. Einschlägige Literatur ermöglicht es rasch die entsprechenden Arten richtig zuordnen zu können.

Wasserwerte und weiteres für die Barsche

Um den Pseudotropheus Buntbarschen einen optimalen Lebensraum zu schaffen gilt es die Wasserwerte für die Barsche so zu schaffen, dass sie dem heimischen Lebensraum, dem Malawisee, entsprechen. Im Gegensatz zu den südamerikanischen Wasserverhältnissen muss für die Pseudotropheus Barsche das Wasser alkalischer sein.
Meine optimalen Werte sind hierzu folgende:
PH Wert 8,0-8,5
Karbonathärte 6,0-8,0 GdH
Gesamthärte 4,0-8,0 GdH
Temperatur 24-26 Grad Celsius
Nitrat <25mg/l
Nitrit 0mg/l

Dies sind eigentlich die optimalen Werte für die Haltung von Pseudotropheus, welche gerade bei Wildfängen eingehalten werden sollen. Viele Nachzuchten sind mittlerweile aber schon an erweiterte Wasserwerte gewohnt und können bei folgenden Maximalwerten ebenso gehalten werden.
PH Wert 7,5-9,0
Karbonathärte bis 20 GdH
Gesamthärte bis 30GdH
Temperatur 22-28 Grad Celsius
Nitrat <100mg/l
Nitrit 0,1mg/l

Diese Maximalwerte sollten selbstverständlich vermieden werden und es sollte immer wieder versucht werden die Wasserwerte an die optimalen Werte anzupassen.

Ein regelmäßiger Wasserwechsel, kalkhaltiges Lochgestein und eine starke Oberflächenströmung (zur Austreibung von CO2) sollten helfen diese Wasserwerte auf natürliche Art und Weise herzustellen.
Bleibt noch anzumerken, dass die Beckengröße zur Haltung von Malawi Barschen mindestens 200 Liter betragen soll, denn ein einzelner der Pseudotropheus Barsche kann schon 7-9 Cm Körpergröße erreichen und Platz sollten sie ja auch haben.
Das Lochgestein hat noch einen weiteren Vorteil. Sollte die Zucht der Barsche gelingen bietet es massig Versteckmöglichkeiten für die jungen Barsche und einer erfolgreichen Aufzucht steht dann nichts im Wege.

Diese Werte sind meine eigenen Erfahrungswerte und geben keine Garantie für andere Aquarien.

 

Pseudotropheus Demasoni

Der Pseudotropheus Demasoni ist ein afrikanischer Süßwasserfisch, der zur Gattung der Mbunda zugehörig ist. Diese Art der Buntbarsche lebt endemisch, also ausschließlich auf der tansanischen Seite des Malawisees in Felsriffen Pombo und Ndumbi.

 Männchen wie Weibchen besitzen eine hellblaue Grundfarbe, die durch dunkelblaue bis schwarze Querstreifen verziert wird. Der Unterschied der Geschlechter lässt sich daher lediglich an der Länge der Tiere festmachen, da das Weibchen ca. 1-2 Zentimeter kürzer als das Männchen ist. Die Fische ernähren sich in ihrem natürlichen Lebensraum von so genanntem Algenaufwuchs und den darin lebenden Kleinsttieren. Dieser Lebensraum ist jedoch bedroht, so dass diese Art der Buntbarsche von der IUCN als gefährdet eingestuft wurde.

 Erst im Jahr 1993 wurde der Pseudotropheus Demasoni durch Andreas Spreinat entdeckt und beschrieben. Die erste Aquarienzucht gelang erfolgreich ein Jahr später.

 Verhalten und Vergesellschaftung

 In seiner natürlichen Umgebung genießt das Männchen der Pseudotropheus Demasoni den Ruf, als Revier bildender und Revier verteidigender Artgenosse innerartlich aggressiv aufzutreten. Er gilt dabei als äußerst durchsetzungsfähig gegenüber den Konkurrenten oder auch gegenüber anderen Eindringlingen.

Die Weibchen hingegen leben in losen Gruppen mit den Jungfischen in den Felsen und übernehmen allein die gesamte Brutpflege.

 Im Aquarium sollten Pseudotropheus Demasoni aufgrund seines ausgeprägten Sozialverhalten eher als Gruppe von bis zu 20 Tieren eingesetzt werden. Zudem bestehen Optionen, die Tiere mit anderen, ähnlich großen Cichliden zu vergesellschaften.

 Das Becken sollte den natürlichen Bedingungen der Fische nachempfunden sein, wie zum Beispiel

  • Nachbildung einer sedimentfreie Felsenzone als Rückzugsmöglichkeit
  • Starke Wasserumwälzung (natürlicher Strömung nach empfunden)
  • Naturgetreue Spezial Beleuchtung
  • Bodengrund aus Sand

 Während der Pseudotropheus Demasoni in seiner natürlichen Umgebung (noch) eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung genießen kann, erfordert die Fütterung in einem Aquarium gewisse Kenntnisse. Eine zu geringe Zufuhr von Proteinen und Ballaststoffen führt schnell zu Darmerkrankungen, die oftmals das Verenden der Tier zur Folge haben. Daher sollte diesbezüglich ein Fachmann zurate gezogen werden, damit man an seiner Zucht auch weiterhin Freude haben kann.

Wissenswertes

Der Pseudotropheus Demasoni gehört zu der Gattung der Maulbrüter. Die Weibchen legen die Eier zunächst zumeist im Sand ab und nehmen diese dann wieder auf. Die Natur hilft dann mit einem Trick, dass eine Befruchtung der Eier durch die Männchen vorgenommen werden kann. Auf den Afterflossen der Männchen befinden sich in dieser Phase so genannte Ei – Flecken. Das Weibchen unterliegt nun einem Irrtum und nähert sich instinktiv dem Männchen, um auch diese „Eier“ noch aufzunehmen. Hierbei gelingt es nun dem Männchen, die sich im Maul befindlichen Eier mit einer Quote von nahezu 100% zu befruchten. Der Nachwuchs wird im Anschluss durch das Weibchen ca. 3 Wochen zum Schutz der Jungfische noch im Maul behalten.

 


Pseudotropheus Zucht

Pseudotropheus gehören zur Gattung der Buntbarsche, die ausschließlich in der Natur im Malawisee in Afrika leben. Es besteht natürlich auch die Gelegenheit, eine Pseudotropheus Zucht im eigenen Aquarium vorzunehmen.

Zunächst sollte die Größe eines geeigneten Aquariums beachtet werden. Diese richtet sich nach dem eigentlichen Vorhaben, nämlich der Pseudotropheus Zucht. Je nach Größenordnung der zu erwartenden Nachkommen, sollte das Becken eine individuelle Größe nicht unterschreiten. Dazu sind Steine und Lochsteine einzubringen, die der Umgebung der Tiere in freier Natur nachempfunden sein sollten. Dieses dient den Fischen als Versteck und Schutz zugleich. Der Boden des Aquariums sollte mit einer ca. 3cm hohen Kiesschicht bedeckt sein.

Um eine erfolgreiche Pseudotropheus Zucht zu erreichen, sollten konsequenterweise Weibchen und Männchen eingesetzt werden. Hintergrund dieser überraschenden These ist, dass sich ausgewachsene Malawibuntbarsche aufgrund ihres Aussehens und der Körpergrundfarbe geschlechtlich auf den ersten Blick nicht eindeutig zuordnen lassen. Die Männchen besitzen eine intensivere Färbung, sind etwas kräftiger und ca. 1-2cm länger als die Weibchen. Diese Kriterien sollten als Anhaltspunkt zur Unterscheidung dienen.

Die Paarung und anderes Grundlegendes

In freier Natur sind die Pseudotropheus zumeist nur wenige Wochen balzaktiv. Da sie oftmals mit dem Nestbau und dem Paarungsakt beschäftigt sind, nehmen die Tiere in der Regel nicht ausreichend Nahrung auf. Sie zeigen sich erschöpft und nicht sind mehr in der Lage, eine ordnungsgemäße Fortpflanzung vorzunehmen.

Bei der Pseudotropheus Zucht im heimischen Aquarium verändert sich ihr Balzverhalten dahingehend, dass dieses nahezu das gesamte Jahr andauert. Dieses resultiert daher, dass hier die entsprechende Fütterung durch den Besitzer vorgenommen wird.

Die Pseudotropheus Zucht im Becken erfordert zudem die Beachtung diverser Grundlagen, wie zum Beispiel

  • Größe des Aquariums
  • Auswahl der Zuchttiere
  • Einrichtung des Beckens (Pflanzen, Steine)
  • Filteranlagen
  • Ordnungsgemäßer Wasserwechsel
  • Beleuchtung

Wer diese grundlegenden Dinge beachtet, der kann mit der Pseudotropheus Zucht beginnen.

Die Befruchtung

Pseudotropheus sind so genannte Maulbrüter. Das bedeutet, dass die Weibchen unmittelbar nach dem Ablaichen der Eier diese wieder in ihr Maul aufnehmen. Nun kommt die Natur ins Spiel. Auf den Afterflossen der Männchen bilden sich während der Paarungszeit so genannte Ei – Flecken. Das Weibchen, das zuvor bereits Eier in ihr Maul aufgenommen hatte, denkt offenbar, dass noch weitere Eier aufzusammeln wären und nähert sich der Afterflosse, um die dort vermeintlich vorhandenen Eier in ihr Maul aufzunehmen. Dieses nutzt das Männchen, um die bereits im Maul gesammelten Eier zu befruchten.

Die Jungfische verbleiben im Anschluss etwa drei bis vier Wochen im Maul des Weibchens. Die Fütterung der jungen Tiere sollte dreimal täglich durch ausgewogenes Futter wie beispielhaft durch fein geriebenes Flockenfutter erfolgen.

Pseudotropheus Arten

Pseudotropheus gehören zur Gattung der Mbunda, die endemisch im Malawisee zu Hause sind. Ursprünglich waren dieser artenreichen Sammelgattung 50 Arten zuzuordnen. Mittlerweile jedoch wurde ein Großteil der Arten den Gattungen Maylandia und Tropheops zugeordnet. Letztlich sind aktuell 17 beschriebene Pseudotropheus Arten bekannt und beschrieben. Dazu finden zahlreiche weitere Pseudotropheus Arten Erwähnung, die jedoch noch nicht beschrieben werden konnten.

Die Vielfalt der Arten

Der deutsche Zoologe Albert Günther beschrieb bereits 1894 einen Gattungstypus der Pseudotropheus Arten, den Pseudotropheus wiliamsi. In der Folgezeit machte sich immer mehr Wissenschaftler und Zoologen daran, die zahlreichen Arten ausfindig zu machen und zu beschreiben. Die Experten schienen sich von den prächtigen und farblich beidruckenden Tieren angezogen zu fühlen. Die Wissenschaftler erforschten den Lebensraum und die Lebensweise der besonderen Fische. Auf diesem Wege konnten immer weitere Arten beschrieben und zu anderen Gattungen unterschieden werden. Die bekanntesten Arten dieser fantastischen Mbunda sind zum Beispiel

  • Pseudotropheus Demasoni
  • Pseudotropheus Scolofi
  • Pseudotropheus Saulosi
  • Pseudotropheus Minutus
  • Pseudotropheus Flavus
  • Pseudotropheus Crabro

Die Liste der Barsche lässt sich noch erweitern und ergänzen. Viele weitere Arten dieser Gattung sind zudem noch nicht erforscht und beschrieben worden. Einige dieser wunderbaren Maulbrüter sind von den entsprechenden Organisationen als gefährdet eingestuft und auf die so genannte „rote Liste“ gesetzt worden. Diese bedürfen somit der besonderen Beobachtung und des zusätzlichen Schutzes.

Beschreibung einzelner Arten

Der Pseudotropheus Scolofi, auch Eisblauer Maulbrüter genannt, lebt an der Ostküste des Malawisees. Der natürliche Lebensraum erstreckt sich zumeist in vier bis zehn Metern Wassertiefe, über Sand – und Felsuntergründen. Männchen und Weibchen sind einheitlich hellblau gefärbt und von der Größe her kaum voneinander zu unterscheiden.

Der Pseudotropheus Saulosi findet seinen Lebensraum in 5 bis 25 Metern im Malawisee. Während die Weibchen und Jungtiere eine einheitliche goldgelbe bis orange Färbung besitzen, ist die Grundfärbung der Männchen mittelblau, wobei sechs dunkelblaue bis schwarze Streifen ihre Haut zieren.

Pseudotropheus Arten wie der Pseudotropheus Minutus sind Endemiten, die häufig in der Nkhata Bay anzutreffen sind. Sie sind Revier bildenden und Revier verteidigende Buntbarsche. Die Farbe der Weibchen ist blassblau, während die Männchen eine hellblaue Grundfarbe besitzen, die mit fünf kräftigen dunklen Senkrechtstreifen versehen ist. Diese Art ernährt sich vorwiegend vom Aufwuchs von Steinen und frisst Kleinkrebse.

Der Pseudotropheus Flavus bewohnt ein Felsenbiotop in 7 – 35m Tiefe in der Nähe der Halbinsel Nankhumba und der Insel Chinyamwezi. Er ernährt sich vorwiegend von Plankton und dem Aufwuchs von Felsen. Sie sind Revier bildende und verteidigende Buntbarsche.

Der Pseudotropheus

Der Pseudotropheus gehört zu der Gattung der Malawi Buntbarsche. In freier Natur leben sie in Afrika, dort ausschließlich im Malwisee. Sie halten sich zwischen den Felsen in Ufernähe auf und ernähren sich von Algen und Mikroorganismen.

Ursprünglich war der Pseudotropheus eine artenreiche Gattung, zu der über 50 verschiedene Arten gehörten. Heute gehören noch 17 Pseudotropheus Arten zu dieser Sammelgattung, die eine Länge von 6 cm bis 16,5 cm erreichen können.

Pseudotropheus sind so genannte Maulbrüter. Dieses bedeutet, dass die Weibchen die Eier auf einem Hartsubstrat (z.B. Korallen, Felsen) ablegt und kurz darauf wieder in das Maul aufnimmt. Die Zeit zwischen dem Ablegen und der Wiederaufnahme nutzen die Männchen, um die Eier zu befruchten. Jungfische besitzen zunächst die Farbe der Weibchen, männliche Tiere färben sich ab dem Zeitpunkt der Geschlechtsreife um.

Die Brutpflege wird im Anschluss nur von den Weibchen vorgenommen, während die Männchen Reviere bilden. Diese werden gegen artfremde Buntbarsche und andere männlichen Artgenossen verteidigt.

Eine Art der Buntbarsche ist der Pseudotropheus Demasoni. Das Vorkommen dieser Gattung beschränkt sich auf den an der tansanischen Seite des Malawisees. Dort leben sie in Felsriffen an den Pombo Rocks und den Ndumbi Rocks. Männchen und Weibchen besitzen die gleichen Färbungen der Haut, wobei die Körpergrundfarbe blau oder hellblau ist. Daher ist das Geschlecht dieser Malawi Buntbarsche äußerlich auch lediglich durch den Größenunterschied zu erkennen.

Die Männchen erreichen eine Länge von ca. 8 cm, die Weibchen sind wenige Zentimeter kürzer. Pseudotropheus Demasoni ernähren sich rein pflanzlich, zum Beispiel von Algensträngen. Die Gattung besitzt ein ausgeprägtes soziales Verhalten. Die Männchen zeigen aber bei der Verteidigung ihres Reviers durchaus aggressive Züge.

Der natürliche Lebensraum des Pseudotropheus Demasoni wird als bedroht angesehen. Daher wird die Gattung der Malawi Buntbarsche von der Weltnaturschutz Organisation als gefährdet eingestuft.

Bezüglich einer Pseudotropheus Zucht gilt es bereits im Vorfeld, grundlegendes zu diesem Thema zu beachten. Aufgrund der aggressiven Art, die die Männchen nahezu ausnahmslos an den Tag legen, empfiehlt es sich, den Tieren ein ausreichend großes, mindestens etwa 300 Liter fassendes Aquarium zur Verfügung zu stellen. Hier können die Männchen Reviere bilden und das Territorium verteidigen.
Der Boden sollte mit einer ca. 2-3 cm dicken Sandschicht bedeckt sein, da die Tiere gerne Natur bedingt darin graben. Zur Einrichtung sollte unterschiedliche Steine verwendet werden. Diese dienen als Verstecke für Pseudotropheus, wie sie auch in der Natur vorkommen.

Der Besatz sollte lediglich mit Pseudotropheus vorgenommen werden, da diese Gattung artfremde Tiere durchaus aggressiv angehen könnten. Um ein farbenfrohes Spektakel zu erzielen, sollten unterschiedliche Arten von Pseudotropheus eingesetzt werden.

Servus bei pseudotropheus.info. Nach aufregender Suche nach dem passenden Hoster und dem damit verbundenen Webspace ist jetzt alles soweit eingerichtet das es losgehen kann. Auf dieser Seite möchte ich Euch in Zukunft den König der Malawi Buntbarsche in seinen vielen Variationen etwas näher vorstellen. Welche Arten gibt es? Welches Wasser oder Futter wird von den einzelnen Arten bevorzugt. Dies und vieles mehr in Zukunft hier in diesem Blog.