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Archiv für Oktober 2012

Barsche benötigen Wasserwechsel

Da selbst die beste Filteranlage nicht alle Schadstoffe im Aquariumwasser entfernen kann ist ein regelmäßiger Wasserwechsel für unsere Pseudotropheus Barsche unabdingbar. Im Zeitraum von zwei bis drei Wochen wechsle ich regelmäßig zwischen 25 und 30 Prozent des Aquarienwassers. Da die Barsche während des Wasserwechsels sowieso sehr stark gestresst sind verbinde ich dies immer gleich mit einer Putzaktion im Becken.

Als erstes stelle ich mir meine Armee von Eimern in die Nähe des Beckens. Sollten sich Algenablagerungen an den Scheiben des Aquariums entferne ich diese vorsichtig mit einer scharfen Klinge. Die jetzt im Wasser schwebenden Algen werden so zum großen Teil mit dem zum entfernenden Wasser mit aus dem Aquarium gespült.

[aartikel]B007WC5IWY:left[/aartikel]Jetzt geht es an das Wasser ablassen. Hierzu verwende ich einen Schlauch mit Mulmglocke. Mit der Mulmglocke sauge ich den Bodengrund ab und mit dem angeschlossenen Schlauch leite ich das schmutzige Wasser in die bereit gestellten Eimer vor dem Aquarium. Am besten eignet sich eine Mulmglocke mit Autostart, damit ich das schmutzige Aquarienwasser am Schlauch nicht mit dem Mund ansaugen muss (Das hab ich früher gemacht und ich kann Euch sagen es ist eklig). Bis ich meine Menge an Wasser zusammen habe ist auch der ganze Bodengrund abgesaugt und abgestorbene Pflanzenteile sowie die Ausscheidungsreste der Barsche  mit dem Wasser entsorgt. Den Aquariumfilter reinigen sollte nach ca. jedem dritten Wasserwechsel erfolgen. Spätestens aber wenn die Durchflussmenge merklich abnimmt. Aber auch nicht am Tag des Wasserwechsels sondern warte hierzu noch zwei bis drei Tage ab bis sich die Bakterienkultur im Aquarium wieder stabilisiert hat. Das alte Aquarienwasser eignet sich vorzüglich zum Blumen gießen, deshalb sammle ich es im Garten in einer Tonne. Im alten Aquariumwasser sind viele Nähr- und Düngstoffe für meine Pflanzen enthalten. Seit ich mit dem Aquarienwasser meiner Barsche gieße gedeihen meine Pflanzen ohne Ende.

[aartikel]B000LXUWN6:right[/aartikel]Nachdem nun das schmutzige Aquarienwasser entfertn ist muss das Becken ja auch wieder aufgefüllt werden. Zum Glück sind die Wasserwerte meines Leitungswassers für die Pseudotropheus Barsche ideal. Die Temperatur des frischen Wassers sollte sich nicht mehr als 2-3 Grad von der Temperatur des Aquariums unterscheiden, da sonst die Fische Schaden nehmen können. Um Schadstoffe, wie Schwermetalle, Chlor etc zu binden kommt in das frische Wasser ein Wasseraufbereitungsmittel. Ebenso befinden sich im Wasseraufbereitungsmittel lebensnotwendige Stoffe wie Jod und Magnesium, welche im Leitungswasser doch nicht in der gewünschten Art anzutreffen sind.

Nach einiger Zeit Übung schaffe ich einen normalen Wasserwechsel in ca 30 Minuten. Dafür habe ich gesunde und zufriedene Barsche in meinem Becken. Einen weiteren Vorteil hat der Wasserwechsel auch noch. Nach einem Wasserwechsel fangen die Pseudotropheus Barsche sehr oft mit der Balz an und ich kann mich wieder am Nachwuchs erfreuen.

Ideale Beckeneinrichtung für Barsche

Der Pseudotropheus
Pseudotropheus Barsche, auch Malawi oder Buntbarsche, leben in freier Natur ausschließlich im afrikanischen Malawisee, wo sie sich in Nähe der Ufer zwischen Felsen aufhalten und von verschiedenen Mikroorganismen und Algen ernähren. Man kennt heute noch siebzehn von ehemals fünfzig Arten des Pseudotropheus, welche Längen von sechs bis zu siebzehn Zentimetern erreichen.
Pseudotropheus Barsche sind Maulbrüter und ausschließlich die weiblichen Tiere kümmern sich um die Brutpflege.

Aquarienhaltung
Es empfiehlt sich, aufgrund der aggressiven Haltung der Männchen, ein ausreichend großes Aquarium zur Verfügung zu stellen, in welchem sich zudem keine artfremden Fische befinden, sodass die Männchen in der Lage sind, ihre Reviere zu bilden und auch zu verteidigen. (Dies ist natürlich hinfällig, wenn lediglich ein einziges Männchen eingesetzt ist.)
Da diese Tiere sehr gerne graben, sollte der Boden des Aquariums mit einer mindestens zwei bis drei Zentimeter dicken Kiesschicht ausgestattet sein. Unbedingt notwendig sind zudem verschiedene kalkhaltige Steine, zwischen welchen sich die Barsche verstecken können. Aus eigener Erfahrung weiß ich, das auch die größten Steinaufbauten untergraben werden. Am besten setzt man die eingesetzten Steine bis auf den Aquarienboden damit sie beim untergraben nicht umkippen.
Zur weiteren Ausstattung eines Beckens sollten eine naturgetreue spezielle Beleuchtung gehören sowie eine starke Umwälzpumpe, welche eine natürliche Strömung simuliert. Selbstverständlich dürfen auch stabile Wasserpflanzen, wie Valisnerien,  die nicht so leicht als Nahrung verwendet werden können bei der Einrichtung des Beckens nicht fehlen.
Die Fütterung betreffend, sollte man sich von einem Fachmann beraten lassen, da manche Arten des Pseudotropheus aufgrund zu geringer Gaben von Ballaststoffen und Proteinen, zu Darmerkrankungen neigen, an welchen sie sogar verenden können. Bei mir bekommen die Barsche zwei mal die Woche Frostfutter, welches Daphnien, Krill und Artemia enthält.

Wasserwerte
Für den Pseudotropheus ist ein PH-Wert von 8,0 bis 8,5, bei einer Karbonathärte von 6,0 bis 8,0 ideal, wobei die Temperatur des Wassers zwischen 24 und 26 Grad Celsius betragen sollte.
Regelmäßiges Wechseln des Wassers sollte dabei eine Selbstverständlichkeit sein.